Ernst Busch
Schauspiel

Ernst Busch

Geboren 1900-01-22 · Kiel, Germany · Gestorben 1980-06-08

Friedrich Wilhelm Ernst Busch (* 22. Januar 1900 in Kiel, Schleswig-Holstein; † 8. Juni 1980 Bernburg, Sachsen-Anhalt) war ein deutscher Sänger, Schauspieler und Regisseur. Er war einer der prägendsten deutschen Schauspieler und Sänger des 20. Jahrhunderts, bekannt für seine politische Haltung, seine Zusammenarbeit mit Brecht und Eisler sowie seinen künstlerischen Widerstand gegen den Faschismus. Seine Eltern waren der Maurer Friedrich Busch und Emma Busch, Schneiderin in Heimarbeit. Von 1906 bis 1915 besuchte Busch die Knaben-Volksschule in Kiel. Anschließend absolvierte er von 1915 bis 1921 eine Ausbildung zum Maschinenschlosser auf der Germania‑Werft. Er nahm am Kieler Matrosenaufstand von 1918 teil. Er engagierte sich bereits in jungen Jahren politisch: 1917 – Mitglied der Sozialistische Arbeiterjugend; 1918 – Eintritt in die Partei SPD; 1919 – Wechsel zur Partei USPD nach dem Matrosenaufstand. Ab 1919 erhielt Busch Schauspiel- und Gesangsunterricht. Sein Debüt erfolgte am 8. Oktober 1921 am Stadttheater Kiel in „Cavalleria rusticana“. Darauf folgten Engagements von 1921 bis 1924 in Kiel, später in Frankfurt (Oder) und an der Pommerschen Wanderbühne. In dieser Zeit arbeitete er mit später berühmten Kollegen wie Bernhard Minetti, Hans Söhnker und Gustaf Gründgens zusammen. Ab 1926/27 zog Busch nach Berlin und arbeitete u. a. mit Max Reinhardt, Erwin Piscator und Bertolt Brecht zusammen. Er wurde bekannt als Sänger politischer Lieder, besonders auf kommunistischen Veranstaltungen. Seine kraftvolle Stimme und sein politisches Engagement machten ihn zu einer Symbolfigur der Arbeiterbewegung. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erfolgte 1933 eine Flucht in die Niederlande; Arbeit bei Radio Hilversum. Weitere Stationen waren Belgien, Frankreich sowie die Schweiz. Ab 1935 arbeitete er in Moskau für den Rundfunksender der Komintern. In der Zeit von 1937 bis 1938 arbeitete er in Spanien als Künstler für die Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg. Im Jahr 1938 beteiligte er sich an Solidaritätskonzerten für Spanienkämpfer und jüdische Flüchtlinge. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Busch interniert und zeitweise in deutschen Lagern festgehalten – Erfahrungen, die seine spätere Kunst prägten. Nach 1945 wurde Busch zu einer der wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten der DDR. Hier arbeitete er als Schauspieler, Sänger und Regisseur. Ihn verband eine enge Zusammenarbeit mit Hanns Eisler und Bertolt Brecht. Er war bekannt für seine Interpretationen politischer Lieder und Brecht‑Songs und engagierte sich gegen Faschismus und für sozialistische Ideale. Er galt als einer der bedeutendsten politischen Sänger des 20. Jahrhunderts. Ernst Busch starb am 8. Juni 1980 in Bernburg. – Er war weit mehr als ein Schauspieler: Er war Stimme und Symbol des antifaschistischen Widerstands. Seine Interpretationen von Arbeiter‑ und Kampfliedern sind bis heute prägend. In der DDR wurde er zu einer kulturellen Ikone. Seine Biografie zeigt ein Leben, das Kunst und politisches Engagement untrennbar verband.

SongsBesetzung

Bekannt für

Die 3 Groschen-Oper★ 7.1Sehmoment
Die 3 Groschen-Oper
1931
Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?★ 6.9Sehmoment
Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?
1932
Kameradschaft★ 7Sehmoment
Kameradschaft
1931
Борцы★ 5Sehmoment
Борцы
1936
Die Koffer des Herrn O.F.Sehmoment
Die Koffer des Herrn O.F.
1931
Fünf Patronenhülsen★ 7.6Sehmoment
Fünf Patronenhülsen
1960
Goya – oder Der arge Weg der Erkenntnis★ 6Sehmoment
Goya – oder Der arge Weg der Erkenntnis
1971
Niemandsland★ 5.6Sehmoment
Niemandsland
1931
Busch singt – Sechs Filme über die erste Hälfte des 20. JahrhundertsSehmoment
Busch singt – Sechs Filme über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts
1982
Die Zwei vom SüdexpressSehmoment
Die Zwei vom Südexpress
1932
Mutter Courage und ihre Kinder★ 7Sehmoment
Mutter Courage und ihre Kinder
1961
Das Lied vom LebenSehmoment
Das Lied vom Leben
1931
GassenhauerSehmoment
Gassenhauer
1931
Razzia in St. Pauli★ 6Sehmoment
Razzia in St. Pauli
1932

Häufige Kollaborationen