Roland Klick
Roland Klick ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Er studierte Theater und Germanistik in München, arbeitete 1962 als Kameramann an einem Film von Rolf Schünzel und drehte 1963 seinen ersten Kurzfilm „Weihnachten“. Nach zwei weiteren Kurzfilmen, „Ludwig“ (1964) und „Zwei“ (1965), entstand 1966 der Fernsehfilm „Jimmy Orpheus“. Sein erster Spielfilm „Bübchen“ aus dem Jahr 1968 war ein Erfolg, und Klick wurde als Hoffnungsträger des deutschen Kinos gefeiert. 1970 drehte er unter dem Schutz des israelischen Militärs den Neowestern „Deadlock“ in Israel mit Mario Adorf in der Hauptrolle. Der Film, für den Klick hoch verschuldet war, wurde sein größter Erfolg, sowohl an den Kinokassen als auch bei den Kritikern: Der Regisseur erhielt seinen ersten Bundesfilmpreis, und der Film wurde als „besonders wertvoll“ ausgezeichnet. Deadlock wurde im Rahmen einer Sondervorführung bei den Filmfestspielen von Cannes gezeigt. Daraufhin erhielt Klick zahlreiche Angebote für Spaghetti-Western und aus Hollywood, unter anderem von Steven Spielberg, die er jedoch allesamt ablehnte. 1973 drehte er mit Eva Mattes den Großstadtfilm Supermarket, zu dem Marius Müller-Westernhagen als Marius West den Titelsong beisteuerte. 1975 inszenierte er Lieb Vaterland magst ruhig sein, eine Adaption eines Romans von Johannes Mario Simmel. Für den Dokumentarfilm Derby Fever USA über Pferderennen in den USA erhielt Klick seinen dritten Bundesfilmpreis. 1979 schuf er für Bernd Eichingers Neue Constantin Film die deutsche Synchronfassung von George A. Romeros apokalyptischem Horrorfilm Dawn of the Dead, für die er als Dialogautor und Regisseur tätig war. Zwei Wochen vor Drehbeginn des Auftragswerks Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo wurde Klick nach Meinungsverschiedenheiten von Produzent Bernd Eichinger entlassen. Zwischen 1981 und 1983 drehte er „White Star“ mit Dennis Hopper, dessen Kokainsucht während der Dreharbeiten erhebliche Probleme verursachte und dazu beitrug, dass der Film nur fragmentarisch realisiert werden konnte. „White Star“, der den Bundesfilmpreis gewann, floppte an den Kinokassen.
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